Max Raabe und Christoph Israel während des Konzerts im Nikolaisaal
Dominik Campus
Ein besonderer Abend für ein besonderes Projekt. Am 15. September begeisterte Max Raabe gemeinsam mit Christoph Israel das Publikum im nahezu ausverkauften Nikolaisaal Potsdam und unterstützte mit seinem Auftritt das Benefizkonzert der KIHI Kinderhilfe Potsdam e. V. zugunsten des zweiten Therapiebootes. Mit ihrem Engagement machen die Künstler auf ein Thema aufmerksam, das für viele Familien von großer Bedeutung ist. Die Einnahmen des Konzerts kommen vollständig dem Projekt „Seelenanker“ zugute und sind ein weiterer wichtiger Beitrag auf dem Weg zum zweiten Therapieboot, für dessen Realisierung sich bereits zuvor zahlreiche Menschen engagiert haben.
„Wir sind unendlich dankbar für diesen besonderen Abend und die außergewöhnliche Unterstützung durch Max Raabe und Christoph Israel. Dass Künstler von diesem Format ihre Musik für unser Projekt einsetzen, ist alles andere als selbstverständlich. Die Unterstützung hat für uns einen unschätzbaren Wert und bringt uns dem Ziel eines zweiten Therapiebootes ein großes Stück näher. Gleichzeitig wissen wir, dass hinter diesem Projekt bereits das Engagement vieler Menschen steht, die mit ihren Spenden dazu beigetragen haben, dass wir diesem Ziel Schritt für Schritt näherkommen“, sagt Dr. med. Tanja Fischer, Vorständin der KIHI-Kinderhilfe Potsdam e.V.
Das zweite Therapieboot soll das bestehende Angebot der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Klinikum Ernst von Bergmann erweitern. Das erste Therapieboot „Aquamarin“ ist bereits Teil des therapeutischen Angebots und bietet Kindern und Jugendlichen einen besonderen Raum für ihre Behandlung. Die Umgebung auf dem Wasser eröffnet dabei Möglichkeiten, die den therapeutischen Alltag auf besondere Weise ergänzen.
Für Dr. med. Stephan Anis Towfigh, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Klinikum, ist das zweite Therapieboot ein überaus wertvolles Geschenk. „Wir sind der KIHI Kinderhilfe und allen Menschen, die dieses besondere Projekt unterstützen, sehr dankbar. Das zweite Therapieboot hat für unsere Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit psychischen Erkrankungen einen enormen Wert. Es schafft zusätzlichen Raum für Therapie und ermöglicht uns, die besondere Idee hinter der Aquamarin weiterzuführen und noch mehr jungen Menschen zugänglich zu machen. Dass durch diesen wunderbaren Konzertabend nun ein weiterer wichtiger Beitrag für das zweite Therapieboot geleistet werden kann, freut uns sehr“, sagt Stephan Anis Towfigh.
Der Konzertabend wurde von vielen Menschen getragen, die mit dem Kauf ihrer Eintrittskarte einen konkreten Beitrag zum Projekt geleistet haben. Ihnen gilt ebenso wie Max Raabe und Christoph Israel ein herzlicher Dank. Ein besonderer Dank gilt auch dem Nikolaisaal Potsdam, der den Benefizabend ermöglicht und unterstützt hat.
100 Prozent der Einnahmen aus dem Kartenverkauf des Benefizkonzerts fließen in das Projekt des zweiten Therapiebootes. Sie ergänzen die bereits eingegangenen Spenden und die zahlreichen weiteren Unterstützungsleistungen, mit denen die KIHI Kinderhilfe die Realisierung des Therapiebootes voranbringt.
Die KIHI Kinderhilfe und das Klinikum Ernst von Bergmann arbeiten bereits seit mehreren Jahren beim Projekt „Seelenanker“ zusammen. Die KIHI Kinderhilfe unterstützt die Finanzierung und Realisierung, das Klinikum bringt seine medizinische und therapeutische Expertise ein und integriert das Therapieboot in das bestehende Behandlungskonzept der Kinder- und Jugendpsychiatrie.
„Jede Spende und jede Form der Unterstützung bringt uns diesem Projekt ein Stück näher. Deshalb danken wir allen Menschen, die sich bereits für das zweite Therapieboot engagiert haben, ebenso wie allen, die den Benefizabend besucht und mit ihrem Kartenkauf unterstützt haben. Unser besonderer Dank gilt Max Raabe und Christoph Israel sowie dem Nikolaisaal Potsdam für diesen wunderbaren Abend“, sagt Tanja Fischer.
Dr. med. Stephan Anis Towfigh bedankt sich bei allen Unterstützenden
Dominik Campus
Über das Projekt „Seelenanker“
Das Projekt „Seelenanker“ umfasst insgesamt zwei Therapieboote, die zusammen 20 tagesklinische Therapieplätze bieten sollen. Das erste Therapieboot, die „Aquamarin“, wird bereits am Standort Ketzin an der Havel betrieben. Dort steht Kindern und Jugendlichen ein geschützter Raum für ihre Behandlung und therapeutische Arbeit zur Verfügung.
Das Projekt wird vom Land Brandenburg unterstützt. Die Betriebskosten, die Kosten für die Liegeplätze und die personellen Ressourcen für den Betrieb der Therapieboote sind durch das Klinikum Ernst von Bergmann gesichert. Der Bau des zweiten Therapiebootes befindet sich bereits in der Planungsphase.
Mit dem Projekt „Seelenanker“ entsteht ein besonderes tagesklinisches Angebot der Kinder- und Jugendpsychiatrie, das therapeutische Arbeit mit der besonderen Umgebung auf dem Wasser verbindet. Beide Therapieboote sollen damit zusätzliche Möglichkeiten für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit psychischen Erkrankungen schaffen.