Eingangsbereich zur Zentralen Notaufnahme des Klinikum Ernst von Bergmann und zur Ärztlichen Bereitschaftspraxis der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg
Das Klinikum Ernst von Bergmann schließt sich der Brandenburger Stellungnahme „Freie Wissenschaft stärkt Brandenburg“ an. Das kommunale Krankenhaus setzt damit ein Zeichen für unabhängige Forschung, wissenschaftlich fundierte Medizin und verlässliche Gesundheitsinformationen.
Medizinischer Fortschritt ist ohne freie Wissenschaft nicht möglich. Neue Behandlungsmethoden, bessere Medikamente, moderne Diagnostik und wirksame Prävention entstehen, weil Forschende Fragen stellen, Erkenntnisse überprüfen und Ergebnisse offen diskutieren können. Das Klinikum Ernst von Bergmann unterstützt deshalb die gemeinsame Stellungnahme „Freie Wissenschaft stärkt Brandenburg“ und hat diese mit unterzeichnet.
Die Erklärung wurde vom Verein proWissen Potsdam initiiert. Hochschulen, Forschungseinrichtungen und weitere wissenschaftsnahe Institutionen bekennen sich darin zur Freiheit und Unabhängigkeit der Wissenschaft sowie zu ihrer Verantwortung für die Gesellschaft und die freiheitliche Demokratie.
„Wissenschaftsfreiheit klingt zunächst abstrakt, hat aber ganz konkrete Auswirkungen auf die medizinische Versorgung. Patientinnen und Patienten müssen sich darauf verlassen können, dass Diagnosen und Therapien auf überprüfbaren Erkenntnissen beruhen – unabhängig von politischen Interessen, wirtschaftlichem Druck oder gezielter Desinformation“, sagt Tomislav Gmajnic, Sprecher der Geschäftsführung des Klinikums Ernst von Bergmann.
Verlässliches Wissen als Grundlage guter Behandlung
Im Krankenhaus werden täglich Entscheidungen getroffen, die für Menschen von großer Bedeutung sind. Ärztinnen und Ärzte, Pflegefachkräfte sowie weitere Berufsgruppen orientieren sich dabei an wissenschaftlichen Erkenntnissen, medizinischen Leitlinien und ihrer fachlichen Erfahrung. Gleichzeitig entwickelt sich Medizin ständig weiter: Verfahren werden überprüft, Empfehlungen angepasst und neue Erkenntnisse in die Behandlung übernommen.
„Gute Medizin bedeutet nicht, einmal gefundenes Wissen für unveränderlich zu halten. Sie bedeutet, genau hinzusehen, Ergebnisse kritisch zu prüfen und aus neuen Erkenntnissen zu lernen. Diese Offenheit macht Wissenschaft und Medizin stark – und kommt unmittelbar unseren Patientinnen und Patienten zugute“, betont Tomislav Gmajnic.
Zur Freiheit der Wissenschaft gehört für das Klinikum Ernst von Bergmann auch, medizinische Zusammenhänge verständlich zu erklären und falschen oder irreführenden Gesundheitsinformationen entgegenzutreten. Gerade bei schweren Erkrankungen und in Krisenzeiten benötigen Menschen verlässliche Orientierung.
Gemeinsame Verantwortung für Brandenburg
Die Unterzeichnenden der Stellungnahme fordern verlässliche Rahmenbedingungen, die wissenschaftliche Einrichtungen auch unter Druck handlungsfähig halten. Dazu gehören sichere digitale und organisatorische Strukturen, klare Verfahren für Krisensituationen sowie der Schutz von Forschenden und Beschäftigten. Die Erklärung verbindet Wissenschaftsfreiheit zudem ausdrücklich mit Diversität, Chancengerechtigkeit und Gleichstellung.
„Als kommunales Krankenhaus tragen wir Verantwortung für die Menschen in Potsdam und Brandenburg. Dazu gehört, eine moderne, wissenschaftlich fundierte und menschliche Medizin zu gewährleisten. Mit unserer Unterschrift machen wir deutlich: Freie Wissenschaft, eine offene Gesellschaft und eine verlässliche Gesundheitsversorgung gehören untrennbar zusammen“, erklärt Tomislav Gmajnic.
Mit der Unterzeichnung reiht sich das Klinikum Ernst von Bergmann in ein breites Bündnis aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen und gesellschaftlichen Institutionen im Land Brandenburg ein. Gemeinsam setzen sie sich dafür ein, dass Wissenschaft frei, mutig, transparent und verantwortungsvoll arbeiten kann – zum Nutzen der gesamten Gesellschaft und insbesondere der Patientinnen und Patienten.