Potsdam, 6. Juli 2026

Eingangsbereich der Zentralen Notaufnahme des Ernst von Bergmann Klinikums mit mehrstöckigem Gebäude und Informationsschild

Eingangsbereich zur Zentralen Notaufnahme des Klinikum Ernst von Bergmann und zur Ärztlichen Bereitschaftspraxis der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg

Das Klinikum Ernst von Bergmann richtet sein medizinisches Leistungsangebot vor dem Hintergrund der bundesweiten Krankenhausreform weiter aus. Ziel ist es, die Gesundheitsversorgung der Menschen in der Landeshauptstadt Potsdam und im westlichen Brandenburg auch unter den veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen langfristig sicherzustellen und die Leistungsfähigkeit des kommunalen Schwerpunktversorgers nachhaltig zu stärken.

Hintergrund sind insbesondere die Vorgaben der Krankenhausreform sowie neue Anforderungen durch die bundesweite Einführung von Leistungsgruppen, die unter anderem personelle Qualifikationen und Mindestmengen stärker in den Fokus rücken. Nicht jedes spezialisierte medizinische Angebot kann künftig dauerhaft an jedem Krankenhausstandort vorgehalten werden. Die Krankenhausreform sieht vielmehr vor, bestimmte Leistungen an  einzelnen Standorten zu konzentrieren. Ziel ist es, die medizinische Versorgung langfristig verlässlich aufzustellen und die Versorgungssicherheit für die Menschen nachhaltig zu gewährleisten.

Vor diesem Hintergrund werden Leistungen, die an anderen Standorten bereits auf hohem Niveau angeboten werden, künftig nicht mehr parallel vorgehalten. Dazu zählen die orthopädischen und gefäßchirurgischen Leistungsangebote des Klinikums Ernst von Bergmann. So können die Anforderungen der Krankenhausreform an spezialisierten Standorten dauerhaft erfüllt und die Versorgung der Bevölkerung nachhaltig gesichert werden.

„Krankenhäuser in ganz Deutschland müssen sich derzeit auf neue Rahmenbedingungen einstellen. Unser Ziel ist dabei klar: Die Menschen in Potsdam und Brandenburg sollen auch künftig auf eine hochwertige, verlässliche und wohnortnahe Versorgung vertrauen können. Dafür müssen wir unsere medizinischen Angebote als kommunaler Schwerpunktversorger so aufstellen, dass sie langfristig den Anforderungen der Krankenhausreform entsprechen“, sagt Tomislav Gmajnic, Sprecher der Geschäftsführung am Klinikum Ernst von Bergmann.

Die Entscheidung, orthopädische und gefäßchirurgische Leistungen künftig nicht weiter am Klinikum Ernst von Bergmann bereitzuhalten, ist ausdrücklich keine Bewertung der Arbeit der Teams. Der Dank des Klinikums gilt allen Mitarbeitenden, die über viele Jahre Patientinnen und Patienten mit hoher fachlicher Kompetenz und großem Engagement behandelt haben.

Laufende Behandlungen und bereits geplante Termine werden sorgfältig geprüft und geordnet weitergeführt. Betroffene Patientinnen und Patienten werden rechtzeitig und individuell über das weitere Vorgehen informiert. Medizinisch notwendige Übergänge werden so vorbereitet, dass die kontinuierliche Versorgung jederzeit sichergestellt bleibt. Das Klinikum Ernst von Bergmann wird Patientinnen und Patienten, niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, Rettungsdienste sowie weitere Partner im Gesundheitswesen rechtzeitig über konkrete Veränderungen und Ansprechpartner informieren.