Netzhautablösung

Blitze, Rußregen oder ein Schatten im Gesichtsfeld oder können Zeichen einer Netzhautablösung oder einer ihrer Vorstufen sein.

Eine rissbedingte Netzhautablösung wird verursacht durch einen Netzhautriss, der durch Zug des Glaskörpers an der Netzhaut hervorgerufen wird. Verflüssigter Glaskörper läuft in den subretinalen Spalt und trennt die sensorische Netzhaut vom Pigmentepithel-Bruch-Membran-Komplex. Dadurch verliert die Netzhaut den Kontakt zu der die äußeren Netzhaut-Zellschichten versorgenden Aderhaut. Da insbesondere insbesondere die zentrale Netzhaut, im Bereich der Stelle des scharfsten Sehens Schaden durch die Minderversorgung der Photorezeptorschicht erleiden kann, ist in vielen Fällen eine zeitnahe operativen Versorgung sinnvoll.

Zur Therapie stehen zwei sehr unterschiedliche chirurgische Verfahren zur Verfügung: die eindellende Operation und die Pars-plana-Vitrektomie zur Entfernung des Glaskörpers und Eingabe einer Endotamponade. Beide Operationsmethoden haben unterschiedliche Indikationen und Risiken, die mit den Betroffenen in Abhängigkeit vom Befund abgewogen werden müssen. Die Visusprognose der rissbedingten Netzhautablösungen hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich verbessert.

Beide Operationsmethoden, die pars plana Vitrektomie und die Buckelchirurgie, können wir durchführen.

Diabetische Netzhauterkrankung

Durch langfristig erhöhte Blutzuckerspiegel kommt es zu Veränderungen der Netzhautgefäßwände, die zu einem Verschluss der Gefäße oder zu einer Zunahme der Gefäßwanddurchlässigkeit führen können. Wenn sich die Gefäßwände verschließen, wird die Netzhaut nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und anderen Nährstoffen versorgt. In der Folge wird ein Wachstumsfaktor gebildet, der die Neubildung von Netzhautgefäßen fördert. Da diese Gefäße aber oft nicht stabil sind, kann es zu Glaskörperblutungen und zu netzhautbedrohender Membranbildung kommen. Bei erhöhter Durchlässigkeit der Gefäßwände kann sich Flüssigkeit in der Netzhaut ablagern (diabetisches Makulaödem) und eine Therapie mit der Eingabe von Medikamenten notwendig werden.

Altersabhängige Makuladegeneration (AMD)

Die AMD kann in der trockenen Form mit Untergang der retinalen Pigmentepithelzellen oder in der exsudativen oder feuchten Form mit dem Austritt von Flüssigkeit aus neugebildeten Blutgefäßen auftreten. Für die `trockene AMD` gibt es in Europa derzeit keine zugelassene visusverbessernde Therapie. Die `feuchte Form` kann oft mit der Eingabe von Medikamenten in den Glaskörperraum (IVOM) behandelt werden. Verschiedene Medikamente mit ähnlicher  Wirkungsweise stehen zur Verfügung.