Für die Klinik für Geriatrie gilt eine gesonderte Besuchsregelung – zum Schutz unserer Patient*innen und Mitarbeiter*innen.

Weitere Informationen

In unserer Klinik für Geriatrie (Altersmedizin), einem Teilgebiet der Inneren Medizin, behandeln wir ältere Patient*innen mit einem Lebensalter von über 70 Jahren. Diese Patient*innen weisen in ihrem fortgeschrittenen Alter eine Vielzahl an Krankheiten (Multimorbidität) und altersbedingten Funktionseinschränkungen auf, die mit einer erhöhten Gebrechlichkeit und einem Verlust an Selbständigkeit einhergehen. Im Gegensatz zu Erkrankungen in jüngeren Jahren sind die Symptome im Alter oft verschleiert oder verändert, sodass die richtige Diagnose schwerer gestellt werden kann. Durch die oft mit Krankheit einhergehende Bettlägerigkeit kommt es zusätzlich im Alter innerhalb weniger Tage zu einem rasanten Schwund an Muskulatur und entsprechender Muskelkraft, was die Immobilität und den Rückgang an Selbständigkeit noch verstärkt.

Symbolbild Geriatrie

Artanika – stock.adobe.com

Besuchsregelung in der Geriatrie

Zum Schutz unserer Patient*innen und Mitarbeiter*innen gilt die folgende Besuchsregelung:

  1. Ein Besuch ist nur mit aktuellem, negativen Schnelltest möglich.
  2. Beim ersten Besuch besteht die Möglichkeit einer Testung auf Station.
  3. 3x1-Regelung: 1 Besucher*in für 1 Stunde bei 1 Patient*in
  4. Nach Ihrem Besuch erhalten Sie eine Bescheinigung für einen kostenlosen Folgetest im Testzentrum für den nächsten Besuch.

So erreichen Sie uns

Kontaktinformationen

Klinik für Geriatrie

Chefärztin: Priv.-Doz. Dr. med. Romana Lenzen-Großimlinghaus
Chefarztsekretariat: Julia Drescher

0331 241-36302

0331 241-36300

geriatrie@klinikumevb.de

Charlottenstraße 72, 14467 Potsdam

 
Lageplan

Station K3 (Haus K, Ebene 3)


Hotline (08:00 – 16:00 Uhr)

0160 848 60 33

Das Behandlungskonzept der Geriatrie umfasst neben den medizinischen Aspekten immer auch die Sorge um die Funktion des gesamten Körpers und der geistigen Fähigkeiten. Daher erhalten unsere geriatrischen Patient*innen immer ein Angebot aus akutmedizinischen und rehabilitativen Maßnahmen. Unterstützend wird der Ernährungszustand erfasst und die Ernährung speziell auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Patienten angepasst.

Da im Alter manche Beeinträchtigungen nicht sofort offensichtlich sind, werden nach einem festgelegten System bestimmte Fähigkeiten bei Aufnahme überprüft, um bei auffälligen Ergebnissen unterstützend behandeln zu können. Es werden die Alltagsfähigkeiten wie Anziehen, Mahlzeiten zubereiten, Essen, Körperhygiene, Mobilität, Kontinenz für Urin und Stuhl, Denken und Fühlen erfasst und bei Auffälligkeiten in den individuellen Behandlungsplan integriert.

Um diese vielschichtigen Facetten der Selbstständigkeit korrekt zu erfassen und zu behandeln, arbeitet in unser Geriatrie ein multiprofessionelles Team. Dieses besteht neben den Ärzt*innen und dem Pflegepersonal aus Physiotherapeut*innen, Ergotherapeut*innen, Logopäd*innen, Psycholog*innen und Sozialarbeiter*innen, die gemeinsam mit Ihnen ein zentrales Ziel verfolgen: Die frühere Selbständigkeit und Lebensqualität wieder herzustellen und zu stabilisieren. Zusätzlich ist die Einbeziehung Ihrer Angehörigen in den Behandlungsprozess von entscheidender Bedeutung, um das im Krankenhaus Erreichte für die Häuslichkeit zu sichern.

Unsere Klinik konnte konnte die ganzheitliche Behandlungsqualität der älteren, mehrfacherkrankten Patient*innen unter Beweis stellen und ist seit 2022 erstmals mit dem „Qualitätssiegel Geriatrie“ des Bundesverbands Geriatrie ausgezeichnet worden.

Medizinische Behandlungsschwerpunkte

In der Klinik für Geriatrie behandeln wir Patient*innen mit Erkrankungen aus fast allen Bereichen der Medizin. Ausgeschlossen sind jedoch spezielle Tumorbehandlungen, wie Chemotherapie, die nur in den zuständigen Abteilungen durchgeführt werden.

Grundlagen der Behandlung in der Geriatrie sind die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und die entsprechenden Leitlinien. Dabei legen wir großen Wert auf die Fort- und Weiterbildung des multiprofessionellen Teams zur Sicherung der Behandlungsqualität.

  • Herz-Kreislauferkrankungen, z. B. Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen
  • Erkrankungen der Atmungsorgane, z. B. chronische Bronchitis oder akute Lungenentzündung
  • Neurologische Erkrankungen, z. B. Schlaganfall oder Morbus Parkinson
  • Hormon- und Stoffwechselerkrankungen, z. B. Diabetes mellitus oder Schilddrüsenfunktionsstörungen
  • Erkrankungen des Bewegungsapparates, z. B. Osteoporose oder operativ versorgte Frakturen (z. B. Oberschenkelhalsbruch)
  • Erkrankungen des Bindegewebes, z. B. Rheuma
  • Erkrankungen der Verdauungsorgane, z. B. Durchfall, Erbrechen oder Gewichtsverlust
  • Hauterkrankungen sowie Chronische Wunden, insbesondere im Bereich der Beine und Füße, auch Behandlung nach Amputation
  • Chronische Schmerzen
  • Ess- und Trinkstörungen mit Mangelerscheinungen
  • Erkrankungen des Gehirns mit Störungen des Denkens, Handelns oder Fühlens, z. B. Demenz oder Depression
  • Beseitigung oder größtmögliche Linderung Ihrer Beschwerden
  • Bestmögliche Wiederherstellung Ihrer körperlichen Funktionen und geistigen Fähigkeiten
  • Mobilisation, Aktivierung bzw. Reaktivierung Ihrer Fitness für die Häuslichkeit
  • Neue Freude und Lebensqualität für die Zukunft
Portraitfoto Priv.-Doz. Dr. med. Romana Lenzen-Großimlighaus

„Mit viel Herz und Verstand kümmern wir uns um Ihre Genesung und machen Sie wieder fit fürs Leben.“

Priv.-Doz. Dr. med. Romana Lenzen-Großimlinghaus, Chefärztin

Alle zwei Wochen auf unserer Station

Die Roten Nasen

Die Clowns von „Rote Nasen" besuchen die Patientinnen und Patienten alle zwei Wochen auf unserer Station. Bei diesen Gastspielen werden schöne Erinnerungen beim Singen vertrauter Lieder oder beim Hören lustiger Wortwechsel geweckt. Auch kleine Geschichten werden humorvoll zum Besten gegeben. Immer begegnen die Clowns den älteren Menschen dabei auf Augenhöhe. Sie bringen gute Laune und Leichtigkeit in den Stationsalltag. Nicht nur die Patientinnen und Patienten, sondern auch das medizinische Personal freut sich auf die Besuche.

Auf dem neuesten Stand

Aus-, Fort- und Weiterbildung

Wir bieten unseren Mitarbeitenden sowie interessierten Kolleg*innen aus anderen Kliniken und dem niedergelassenen Bereich regelmäßig Aus-, Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten an. Hierzu führen unsere Ärzt*innen sowie Expert*innen selbst interne und externe Veranstaltungen durch. Zudem verstehen wir uns als Ausbildungszentrum für Ärzt*innen außerhalb unseres Klinikums und nehmen regelmäßig an nationalen und internationalen Kongressen und Symposien teil, um auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu bleiben.

Die Klinik für Geriatrie hat großes Interesse an der Ausbildung von Assistenzärztinnen und Assistenzärzten in den Fächern der allgemeinen Inneren Medizin, der Allgemeinmedizin und der Klinischen Geriatrie. Es bestehen weitreichende Rotationsmöglichkeiten in die großen Spezialbereiche der Inneren Medizin, wie Kardiologie oder Gastroenterologie. Die Weiterbildung zur Fachärztin bzw. zum Facharzt für Innere Medizin ermöglicht im Klinikum EvB aber auch die Rotation in kleinere Bereiche wie Nephrologie, Pulmologie oder Onkologie. Die Weiterbildung in Klinischer Geriatrie sieht auf Wunsch zusätzlich eine Rotation in die Unfallchirurgie oder die Neurologie vor.

Im Rahmen von Famulaturen oder im Praktischen Jahr ermöglichen wir Studierenden der Humanmedizin schon vor Abschluss des Studiums tiefere Einblicke in das interessante und vielseitige Fachgebiet der Altersmedizin.

Falls Sie die Weiterbildung zur Internistin oder zum Internisten an unserem Haus durchlaufen oder sich für den Schwerpunkt Geriatrie entscheiden, freuen wir uns, Sie in unserem Team zu begrüßen.


Unsere Weiterbildungsbefugnisse:

  • Facharzt für Innere Medizin und Geriatrie
  • Zusatzbezeichnung Klinische Geriatrie