In der Nuklearmedizin kommen schwach radioaktive Stoffe zur Anwendung, um Organfunktionen, Stoffwechselvorgänge und die Durchblutung bildlich darzustellen und schmerzlos von außen sichtbar zu machen, zum Beispiel bei der Schilddrüse oder dem Skelettsystem, dem Lymphsystem, dem Herzen oder den Nieren. Auch Entzündungs- und Krebsverdacht sowie Blutungen werden auf diese Weise nuklearmedizinisch untersucht. Aufgrund ihrer spezifischen Anreicherungsmechanismen können radioaktive Substanzen (Radionuklide) sehr gezielt auch therapeutisch eingesetzt werden, zum Beispiel bei der Behandlung von Schilddrüsenkrankheiten und von Knochenschmerzen bei bestimmten Krebserkrankungen.

Untersuchung PET/CT

Nuklearmedizinische Untersuchung mit dem PET/CT

Viele unserer Untersuchungen und Therapien können ambulant durchgeführt werden. Dafür steht neben der Klinik für Nuklearmedizin auch das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) zur Verfügung.

Für die Therapie halten wir in unserer Klinik eine eigene Station mit 10 Betten vor (eines davon behindertengerecht). Dort kümmern wir uns unter anderem um Patientinnen und Patienten mit gut- und bösartigen Schilddrüsenerkrankungen.

So erreichen Sie uns

Kontaktinformationen

Klinik für Nuklearmedizin

Chefarzt: Prof. Dr. med. Ingo Brink
Chefarztsekretariat: Doris Woitke

0331 241-36402

0331 241-36400

doris.woitke@klinikumevb.de

Charlottenstraße 72, 14467 Potsdam


Lageplan

Station C0, Haus C, Ebene 0

0331 241-36451


Praxis für Nuklearmedizin im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ)

0331 241-37958

Gebäude C, Ebene 1

Unsere Schwerpunkte

Wir bieten in unserer Klinik ein großes Spektrum moderner nuklearmedizinischer Untersuchungsverfahren und zahlreicher Behandlungsmethoden an, die interdisziplinär in enger Kooperation mit anderen Fachdisziplinen geplant werden. Wir betreuen Patient*innen aus der Onkologie (Diagnostik bösartiger Tumorerkrankungen, Wächterlymphknoten-Diagnostik, Schmerztherapie bei Knochenmetastasen), der Orthopädie (z. B. bei Arthrose und entzündlichen Gelenkerkrankungen), der Inneren Medizin (z. B. bei Schilddrüsen- und Lungenerkrankungen), der Kardiologie (z. B. Herzdurchblutungs- und Infarktdiagnostik) und der Neurologie (z. B. Erkrankungen des Gehirns wie Parkinson- oder Demenzerkrankung).

Szintigraphie

Um Stoffwechselveränderungen präzise zu lokalisieren, nutzen wir schwach radioaktiv markierte Substanzen, sogenannte Radionuklide. Diese Radionuklide werden in die Armvene des Patienten injiziert. Daraufhin reichern sie sich an den gewünschten Stellen im Körper an. Durch bildliche Aufzeichnung (eine sogenannte Szintigrafie) mit modernen Kamerasystemen lassen sich nun Organfunktionen und Durchblutungsverhältnisse darstellen. Auch Tumore lassen sich auf diese Weise präzise lokalisieren.

  • PET/CT
  • Endokrinologie
    • Schilddrüsenszintigraphie einschließlich Supressionsszintigraphie
    • Schilddrüsensonographie
    • Jod-131-Ganzkörperszintigraphie
    • Radiojodtest (Vorbereitung der Radiojodtherapie)
    • Szintigraphie der Nebennierenrinde
    • Szintigraphie des Nebennierenmarkes (Szintigraphie von chromaffinem Gewebe)
    • Nebenschilddrüsenszintigraphie
  • Verdauungsorgane
    • Speicheldrüsenfunktionsszintigraphie
    • Nachweis von gastrointestinalen Blutungsquellen
    • Nachweis von Meckel'schen Divertikeln (ektope Magenschleimhaut)
    • Ösophagusszintigraphie
    • Magenentleerungsszintigraphie
  • Skelett
    • Ganzkörperszintigraphie
    • Mehrphasen-Knochenszintigraphie
    • Knochenmarkszintigraphie
  • Zentrales Nervensystem
    • Demenzdiagnostik
    • Hirnperfusionsszintigraphie
    • Liquorfistelnachweis
    • Liquorraumszintigraphie
    • Rezeptorszintigraphie
  • Leber/Milz
    • Blutpoolszintigraphie der Leber (Hämangiomnachweis)
    • Gallenwegsszintigraphie (bei Atresie, FNH u. ä.)
    • Selektive Milzszintigraphie
  • Herz-Kreislauf
    • Myokardszintigraphie (SPECT) mit ergometrischer oder pharmakologischer Belastung
  • Lunge
    • Lungenperfusionsszintigraphie
    • Lungenventilationsszintigraphie
  • Uropoetisches System
    • Nierenfunktionsszintigraphie mit Bestimmung der glomerulären Filtrationsrate (GFR)
    • Nierenfunktionsszintigraphie mit seitengetrennter Clearence (TER)
    • Nierenfunktionsszintigraphie nach ACE-Hemmer-Gabe
    • Nierenfunktionsszintigraphie mit Furosemidlbelastung
    • Statische Nierenszintigraphie
  • Tumordiagnostik
    • Somatostatinrezeptorszintigraphie
    • Galliumszintigraphie
    • Lymphabstromszintigraphie bei Melanomen und Mammakarzinomen
  • Sonstiges
    • Entzündungsszintigraphie
  • Radiojodtherapie (Funktionelle Therapie und Schilddrüsenkarzinomtherapie)
  • Schmerztherapie bei Skelettmetastasen
Portraitfoto Prof. Dr. med. Ingo Brink

„Wir verwenden modernste Technik, die hochauflösende Einblicke in funktionelle biologische Abläufe bietet und es uns ermöglicht, Krankheiten früh zu erkennen und bestmöglich zu behandeln. Dabei sind uns eine einfühlsame Kommunikation und die Zuwendung zu Ihnen mit Ihren Beschwerden und individuellen Bedürfnissen besonders wichtig.“

Prof. Dr. Ingo Brink, Chefarzt

Auf dem neuesten Stand

Aus-, Fort- und Weiterbildung

Wir bieten unseren Mitarbeitenden sowie interessierten Kolleg*innen aus anderen Kliniken und dem niedergelassenen Bereich regelmäßig Aus-, Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten an. Hierzu führen unsere Ärzt*innen sowie Expert*innen selbst interne und externe Veranstaltungen durch. Zudem verstehen wir uns als Ausbildungszentrum für Ärzt*innen außerhalb unseres Klinikums und nehmen regelmäßig an nationalen und internationalen Kongressen und Symposien teil, um auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu bleiben.

Unsere Klinik bringt sich aktiv in die Ausbildung von jungen Kolleg*innen ein. Falls Sie die Weiterbildung zur Nuklearmedizinerin oder zum Nuklearmediziner an unserem Haus durchlaufen, freuen wir uns, Sie in unserem Team zu begrüßen.

Unsere Weiterbildungbefugnis:

  • Nuklearmedizin, vollständige Ermächtigung zur Facharztweiterbildung (5 Jahre)

Unsere Qualität zeichnet uns aus