Potsdam, 18. März 2026

Gruppenbild: Marit Schützendübel, Geschäftsbereichsleitung Diagnostik des Klinikum EvB; Dr. med. Ines Vogler, Ärztliche Leitung Labor Potsdam; Tomislav Gmajnic, Geschäftsführer des Klinikum Ernst von Bergmann

Gruppenbild: Marit Schützendübel, Geschäftsbereichsleitung Diagnostik des Klinikum EvB; Dr. med. Ines Vogler, Ärztliche Leitung Labor Potsdam; Tomislav Gmajnic, Geschäftsführer des Klinikum Ernst von Bergmann

Proben sortieren, pipettieren, analysieren – alles automatisch: Das Labor Potsdam am Klinikum Ernst von Bergmann hat nach einer einjährigen Umbauphase seine neue, hochmoderne Automatenstrecke eröffnet. Trotz laufendem Laborbetrieb entstand aus vier bisher getrennten Räumen ein großer, zusammenhängender Bereich mit zwei vollautomatisierten Strecken, Cobas 1 und Cobas 2, in dem Proben aus Blut, Urin, Serum und Plasma effizient verarbeitet werden.

Die neue Automatenstrecke bearbeitet eine Vielzahl von Proben nahezu rund um die Uhr – sieben Tage die Woche. Durch die kontinuierliche Abarbeitung der Proben wird zudem die Patientensicherheit deutlich erhöht: Fehlerquellen werden reduziert und Befunde stehen schneller zur Verfügung. Ein weiterer Vorteil der neuen Laborstrecke liegt in der deutlich verkürzten Bearbeitungszeit. Angesichts der zunehmenden Ambulantisierung ist eine schnelle Diagnostik entscheidend. Je schneller die Ergebnisse vorliegen, desto gezielter können Therapien eingeleitet werden, was die Verweildauer der Patient*innen im Krankenhaus erheblich reduziert. Die hohe Leistungsfähigkeit der Analysegeräte trägt zusätzlich dazu bei: Das c-Modul kann bis zu 2000 Parameter pro Stunde analysieren, die e-Module 300 Parameter pro Stunde. Die doppelte Ausstattung der Strecke sorgt zudem für Ausfallsicherheit, sodass selbst bei technischen Störungen der Betrieb reibungslos weiterläuft.

Portraitfoto Dr. med. Ines Vogler

„Ich möchte allen Labormitarbeitenden meinen Dank aussprechen. Trotz der umfangreichen Bauarbeiten haben sie die Diagnostik für das Klinikum und alle einweisenden Einrichtungen ohne Qualitätsverlust aufrechterhalten. Es war eine sehr anspruchsvolle Zeit, in der Flexibilität, Engagement und Teamgeist gefragt waren. Die neue Automatenstrecke eröffnet uns nun völlig neue Möglichkeiten: schneller, sicherer und effizienter zu arbeiten.“

Dr. med. Ines Vogler, Ärztliche Leitung Labor Potsdam

Optimierte Lagerung und Qualitätssicherung

Die bearbeiteten Proben werden in der Automatenstrecke für 24 Stunden gelagert und stehen so jederzeit für Nachuntersuchungen zur Verfügung. Anschließend werden sie weitere sieben Tage in der Kühlkammer des Labors Potsdam aufbewahrt. Mehrmals täglich erfolgen Qualitätskontrollen an der Automatenstrecke, um die Genauigkeit der Messungen zu gewährleisten. Zudem wird jede Probe vor der Übermittlung durch die Labormitarbeitenden auf dessen Plausibilität geprüft. Die Befundübermittlung im Haus erfolgt hochdigitalisiert, was den Informationsfluss beschleunigt und eine zeitnahe Diagnose ermöglicht.

 „Die Inbetriebnahme der neuen Automatenstrecke ist ein bedeutender Schritt in der Modernisierung unseres Labors“, erklärt Tomislav Gmajnic, Geschäftsführer des Klinikum Ernst von Bergmann. „Gleichzeitig ist sie ein klares Signal an alle Kliniken in Potsdam und der Region: Das Labor Potsdam ist ein verlässlicher Partner für sämtliche Laboruntersuchungen.“

Auch die Geschäftsbereichsleitung Diagnostik des Klinikum EvB, Marit Schützendübel, hebt die strategische Bedeutung der Investition hervor: „Mit der Investition von 500.000 Euro in die Umbaumaßnahmen haben wir gezielt die Zukunft des Labor Potsdam gestaltet. Dieser Schritt ist ein wichtiger Beitrag, um den steigenden Anforderungen in der Diagnostik gerecht zu werden und die medizinische Versorgung weiterhin auf höchstem Niveau zu sichern.“

Mit der neuen Automatenstrecke setzt das Labor Potsdam einen wichtigen Meilenstein in effizienter, digitaler und patientenorientierter Diagnostik und unterstreicht seine zentrale Rolle als Partner für Kliniken und Hausarztpraxen in der Region.