(v.l.) Prof. Dr. med. Stefan Höcht (Chefarzt der Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie), Prof. Dr. Karin Jordan (Leiterin Onkologisches Zentrum und Chefärztin der Hämatologie, Onkologie, Hämostaseologie, Supportiv- und Palliativmedizin), Prof. Dr. Anja Mehnert-Theuerkauf (Diplom-Psychologin am Universitätsklinikum Leipzig sowie Vorstandsmitglied der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG), Patricia Förster (Klinikkoordinatorin, Hämatologie, Onkologie, Hämostaseologie, Supportiv- und Palliativmedizin), Prof. Dr. Frank Marusch (Leiter Onkologisches Zentrum und Chefarzt der Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie)
Rund 100 Interessierte folgten der Einladung des Onkologischen Zentrums des Klinikum Ernst von Bergmann und kamen am 9. Mai 2026 zum 3. Potsdamer Krebstag in die Villa Bergmann in Potsdam. Professorin Dr. Anja Mehnert-Theuerkauf, Diplom-Psychologin am Universitätsklinikum Leipzig sowie Vorstandsmitglied der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) eröffnete die Patientenveranstaltung mit dem Vortrag „Leben mit und nach Krebs: Psychosoziale Herausforderungen“. Im Foyer der Villa Bergmann präsentierten zahlreiche Selbsthilfegruppen und Vereine ihre Hilfsangebote für Erkrankte und ihre Angehörigen. Der Potsdamer Krebstag wird von der Deutschen Krebshilfe gefördert.
Professorin Dr. med. Karin Jordan, Leiterin Onkologisches Zentrum und Chefärztin der Klinik für Hämatologie, Onkologie, Hämostaseologie, Supportiv- und Palliativmedizin am Klinikum Ernst von Bergmann: „Wir freuen uns sehr, dass wieder viele Betroffene und Angehörige den Weg zu unserem 3. Potsdamer Krebstag gefunden haben. Uns ist es ein Anliegen, den Austausch zwischen Ihnen zu fördern und zugleich aktuelles Wissen zu medizinischen Inhalten und modernsten Therapien aus erster Hand zu teilen.“
Dr. med. Christian Kieser, Ärztlicher Direktor des Klinikum Ernst von Bergmann: „Die Medizin hat gerade in der Behandlung von Tumorerkrankungen in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht. Viele Krebserkrankungen können heute behandelt, gar geheilt werden. Neue Medikamente, zielgerichtete Therapien, moderne Operationsverfahren und individualisierte Behandlungskonzepte eröffnen vielen Patientinnen und Patienten bessere Chancen und mehr Lebensqualität. Aber wir dürfen nicht vergessen: Krebs ist nicht nur eine medizinische Diagnose. Krebs ist immer auch eine existenzielle Herausforderung. Deshalb bedeutet gute Versorgung und qualitativ hochwertige Behandlung weit mehr als Technik und Therapien. Sie bedeutet Zuhören, Zeit haben, verständlich erklären, Hoffnung geben ohne falsche Versprechungen zu machen. Sie bedeutet aber vor allem, Menschen in schwierigen Lebensphasen nicht alleine zu lassen sondern zu begleiten. Als Klinikum Ernst von Bergmann sehen wir es als unsere Aufgabe an, genau diese ganzheitliche Behandlung, Begleitung, Pflege und Unterstützung umfassend zu gewährleisten. Moderne Krebstherapie ist die Arbeit eines multiprofessionellen Teams. Und nur dadurch kann fachlich fundiert und patientenzentriert die Behandlung gemeinsam durchgeführt werden.“
Gerd Nettekoven, Vorstand der Stiftung Deutsche Krebshilfe: „Es ist uns als Deutsche Krebshilfe wichtig, Betroffenen verständliche und aktuelle Informationen über ihre Krankheit bereitzustellen. Denn informierte Patientinnen und Patienten, die ihre Diagnose und Erkrankung gut verstehen, sind in der Lage, gezielt Fragen zu stellen, fundierte Entscheidungen zu treffen und aktiv an ihrem Genesungsprozess mitzuwirken. Ihnen stehen heute Expertinnen und Experten zur Seite, die Sie über aktuelle Therapiemöglichkeiten und über den Umgang mit der Erkrankung Krebs informieren.“
Weitere Themen waren in diesem Jahr unter anderem belastende Symptome während und nach der Chemotherapie, Darmkrebs verstehen und behandeln, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Kleinzelliger Lungenkrebs, CAR-T-Zelltherapie, Gehirnoperationen, Selbstbestimmt durch alle Krankheitsphasen: Wege zu eigener Kraft und Handlungsfähigkeit, Strahlentherapie im onkologischen Kontext, wie Antikörper die onkologische Therapie verbessern sowie die Bedeutung von Palliativmedizin. Am Nachmittag informierten das Brustzentrum und das Gynäkologische Krebszentrum sowie das Kopf-Hals-Tumorzentrum über neue Studienergebnisse und Behandlungsmöglichkeiten.
Informationen zur Deutschen Krebshilfe
Die Deutsche Krebshilfe wurde vor über 50 Jahren – am 25. September 1974 – von Dr. Mildred Scheel gegründet. Ziel der gemeinnützigen Organisation ist es, Krebserkrankungen in all ihren Erscheinungsformen zu bekämpfen. Unter dem Motto „Helfen. Forschen. Informieren.“ fördert die Deutsche Krebshilfe Projekte zur Verbesserung der Prävention, Früherkennung, Diagnose, Therapie, medizinischen Nachsorge und psychosozialen Versorgung, einschließlich der Krebs-Selbsthilfe. Ihre Aufgaben erstrecken sich darüber hinaus auf forschungs- und gesundheitspolitische Aktivitäten. Sie ist ebenfalls Mitinitiator des Nationalen Krebsplans sowie Partner der „Nationalen Dekade gegen Krebs“. Die Deutsche Krebshilfe ist der größte private Geldgeber auf dem Gebiet der Krebsbekämpfung – unter anderem der Krebsforschung – in Deutschland. Sie finanziert ihre gesamten Aktivitäten ausschließlich aus Spenden und freiwilligen Zuwendungen der Bevölkerung.