CT-Aufnahmen eines Lungenkarzinoms.
Am 1. August findet jährlich der Welt-Lungenkrebstag statt – ein Aktionstag, der 2011 von Betroffenen initiiert wurde. Ziel ist es, über die Erkrankung aufzuklären, aktuelle Forschungsergebnisse vorzustellen und moderne Therapiemöglichkeiten zu beleuchten.
Unsere Klinik für Pneumologie und Beatmungsmedizin sowie die Klinik für Thoraxchirurgie nutzen diesen Tag, um auf die Bedeutung von Früherkennung und zeitgemäßer Behandlung hinzuweisen. Lungenkrebs gehört weiterhin zu den häufigsten Krebsarten in Deutschland – mit rund 57.000 Neuerkrankungen jährlich. Besonders bei Frauen nehmen die Fallzahlen zu, unter anderem aufgrund früherer Rauchgewohnheiten.
Dr. med. Hartwig Schütte, Chefarzt der Klinik für Pneumologie und Beatmungsmedizin, erklärt: „Nach wie vor wird Lungenkrebs häufig erst in fortgeschrittenen Stadien diagnostiziert – vor allem deshalb, weil er in der Frühphase kaum Symptome verursacht.“
Dabei gilt: Je früher ein Lungenkarzinom erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Moderne Therapien wie die Immuntherapie und zielgerichtete Behandlungen ergänzen die klassische Chemo- und Strahlentherapie. In frühen Stadien bleibt die Operation die wirksamste Methode.
MUDr. Mahmoud Ismail, Chefarzt der Klinik für Thoraxchirurgie, ergänzt: „Wir führen Lungenoperationen nahezu ausschließlich minimalinvasiv durch – über einen einzigen, 3–4 cm breiten Zugang unterhalb der Achselhöhle. Dank dieser sogenannten uniportalen Thorakoskopie erholen sich unsere Patientinnen und Patienten deutlich schneller als bei der offenen Operation.“
Ein entscheidender Risikofaktor für Lungenkrebs ist und bleibt das Rauchen. Die beste Vorsorge ist daher, gar nicht erst damit anzufangen – oder so früh wie möglich aufzuhören.
Ein wichtiger Schritt nach vorn: Lungenkrebsscreening ab 2026
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat kürzlich entschieden, ein bundesweites Lungenkrebsscreening-Programm ab dem Jahr 2026 einzuführen. Damit wird ein bedeutender Meilenstein in der Krebsprävention erreicht. Denn durch ein strukturiertes Früherkennungsprogramm – insbesondere für Risikogruppen – können Tumoren deutlich früher entdeckt und entsprechend erfolgreicher behandelt werden.