Symbolbild Demenz, KI-generiert
Universitätsgesellschaft Potsdam e.V.
Was gehört noch zum normalen Älterwerden – und wann können Gedächtnisprobleme auf eine Erkrankung hindeuten? Beim nächsten öffentlichen Vortrag der Potsdamer Patienten-Uni erklärt die Neurologin Dr. med. Josephiene Schmidt vom Klinikum Ernst von Bergmann verständlich, was bei einer Demenz im Gehirn geschieht, welche Warnzeichen ernst genommen werden sollten und welche Möglichkeiten der Diagnostik und Behandlung heute bestehen. Die kostenfreie Veranstaltung findet am Donnerstag, 24. September 2026, um 18:00 Uhr auf dem Campus Griebnitzsee der Universität Potsdam statt.
Einen Namen vergessen, den Schlüssel verlegt oder einen Termin übersehen: Solche Situationen kennt fast jeder Mensch. Nicht jede Vergesslichkeit ist ein Zeichen für eine Demenz. Wenn Gedächtnis, Orientierung, Sprache oder andere geistige Fähigkeiten jedoch zunehmend beeinträchtigt sind und alltägliche Aufgaben schwerer fallen, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden.
„Vergesslichkeit gehört bis zu einem gewissen Grad zum Leben und zum Älterwerden. Wenn die Veränderungen jedoch zunehmen, auch anderen Menschen auffallen und den Alltag beeinträchtigen, sollten Betroffene und Angehörige sie nicht verdrängen, sondern ärztlichen Rat suchen“, sagt Prof. Dr. med. Martin Südmeyer, Chefarzt der Klinik für Neurologie und Klinische Neuropsychologie am Klinikum Ernst von Bergmann. „Je früher wir die Ursache kennen, desto gezielter können wir behandeln, beraten und passende Unterstützung organisieren.“
Nicht jede Demenz ist Alzheimer
Unter dem Titel „Demenz verstehen – Leben mit Zuversicht gestalten“ vermittelt Dr. med. Josephiene Schmidt, Fachärztin in der Klinik für Neurologie und Klinische Neuropsychologie des Klinikums Ernst von Bergmann, medizinisches Wissen in leicht verständlicher Form. Sie erläutert, welche Veränderungen noch zum normalen Alterungsprozess gehören können, welche Anzeichen auf eine Demenz hinweisen und welche unterschiedlichen Ursachen hinter den Beschwerden stehen können.
Demenz ist kein einzelnes Krankheitsbild. Die Alzheimer-Krankheit ist ihre häufigste und bekannteste Ursache. Auch andere Erkrankungen des Nervensystems oder Durchblutungsstörungen im Gehirn können geistige Fähigkeiten beeinträchtigen. Deshalb ist eine genaue Diagnostik wichtig.
Im Vortrag erfahren die Besucherinnen und Besucher außerdem, wie eine Demenz untersucht wird und welche Behandlungs- und Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Im Anschluss ist ausreichend Zeit für persönliche Fragen aus dem Publikum vorgesehen.
Die Potsdamer Patienten-Uni ist eine gemeinsame Veranstaltungsreihe der Universitätsgesellschaft Potsdam e. V. und des Klinikums Ernst von Bergmann. Sie macht medizinisches Wissen kostenfrei und ohne fachliche Vorkenntnisse zugänglich. Das Angebot richtet sich an Patientinnen und Patienten, Angehörige sowie alle Menschen, die sich über Gesundheit und Erkrankungen informieren möchten.
Veranstaltung auf einen Blick
Thema: Demenz verstehen – Leben mit Zuversicht gestalten
Referentin: Dr. med. Josephiene Schmidt, Klinik für Neurologie und Klinische Neuropsychologie, Klinikum Ernst von Bergmann
Termin: Donnerstag, 24. September 2026, 18:00 bis 19:00 Uhr
Ort: Universität Potsdam, Campus Griebnitzsee, Haus 6, Hörsaal 3, August-Bebel-Straße 89, 14482 Potsdam
Teilnahme: kostenfrei und ohne Anmeldung